Alles in unserem Leben hat einen Anfang. Ehen entstehen, Familien werden gegründet, neue Dinge werden erfunden und neue Möglichkeiten entdeckt. Doch so wie alles einen Anfang hat, hat es früher oder später auch ein Ende.
Hast du schon einmal darüber nachgedacht, dass alles im Leben einen Anfang und ein Ende hat? Ein Tag beginnt mit dem Sonnenaufgang und endet mit dem Sonnenuntergang. Eine Blume keimt, wächst und welkt wieder. Selbst die größten Epochen der Menschheitsgeschichte hatten ihren Anfang – und ihr Ende. Inmitten dieses ständigen Wandels gibt es jedoch einen Felsen, der niemals erschüttert wird: Gott selbst. Die Bibel beschreibt ihn als »das Alpha und das Omega, den Anfang und das Ende«. Gott ist der Ursprung aller Dinge – und zugleich ihr Ziel. Alles, was existiert, ist Teil seines Plans. Wenn wir das verstehen, erkennen wir: Kein Ende ist endgültig zerstörerisch. Jedes Ende trägt den Samen für etwas Neues in sich.
Ich denke zum Beispiel an das Leben von Josef im Alten Testament. Er wurde verraten, verkauft und ins Gefängnis geworfen – scheinbar ein Ende. Doch genau durch diese Erfahrungen wurde er vorbereitet, um ein Segen für viele zu sein. Gottes Plan wirkt oft hinter den Kulissen, und nur wer ihm vertraut, kann den Sinn hinter persönlichen Herausforderungen erkennen.
Auch in unserem Alltag erleben wir das. Eine schwierige Phase im Job, ein Konflikt in der Familie oder eine gesundheitliche Herausforderung kann sich zunächst wie ein endgültiges Ende anfühlen. Doch Gott arbeitet weiter. Was für uns wie ein Abschluss aussieht, ist oft der Anfang von etwas Größerem. Wer darauf vertraut, dass Gottes Handeln gut und weise ist, entdeckt Chancen, die wir allein nie sehen würden.
Praktisch bedeutet das: Lass los, was du nicht kontrollieren kannst, und richte deinen Blick auf Gottes Plan. Vertraue darauf, dass jeder Abschnitt deines Lebens – auch die schmerzhaften – Teil seiner Absicht ist. Betrachte das Ende einer Situation nicht als Schlussstrich, sondern als Startpunkt für neues Wachstum, neue Beziehungen und neue Möglichkeiten.
Wenn wir uns bewusst machen, dass Gott von Anfang bis Ende alles in seiner Hand hält, wird unser Leben leichter und unser Herz ruhiger. Wir lernen, Veränderungen nicht als Bedrohung zu sehen, sondern als Einladung, auf Gottes Plan zu vertrauen. Und wir dürfen sicher sein: Kein Ende hat das letzte Wort – Gottes Vollendung steht über allem.
»Ich bin das A und das O, der Ursprung und das Ziel aller Dinge«, sagt Gott, der Herr, der ist, der war und der kommt, der allmächtige Herrscher. Offenbarung 1,8
