Dass wir heute da stehen, wo wir stehen, das ist nicht einfach Glück. Es ist Gottes Wirken. Es ist seiner Treue zu verdanken.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie mich meine Ärztin nach einem erneuten Bluttest anschaute. Eigentlich wollte sie mit mir eine neue Tablettenkur besprechen, doch dann sagte sie zu mir: »Herr Blaser, wir können nicht auf die neuen Tabletten umstellen. Ihre Werte haben sich zufälligerweise – wie aus dem Nichts – erholt. Wir versuchen es noch einmal, die Tabletten auf natürlichem Weg auszuschleichen.« Ich weiß: In ihren Augen war das eine zufällige Spontanheilung. Doch ich wusste, dass genau in diesem Moment Gott seine Heilung sichtbar werden ließ. Nicht zu spät und nicht zu früh – genau zum richtigen Zeitpunkt war ich von meiner Blutkrankheit geheilt.

Es war auch weder der Zufall noch ein glücklicher Umstand, der David, dem jungen Hirten, half, König zu werden. Es war der göttliche Moment – geplant und vorbereitet –, der David zum König machte. Denn Davids Karriere begann alles andere als rosig oder vielversprechend. Er war der achte Sohn seines Vaters Isai. Doch David war nicht irgendein Sohn. Manche Überlieferungen in der jüdischen Tradition gehen davon aus, dass David als vergessener Sohn galt. Demnach hielt ihn sein Vater lange Zeit nicht einmal für seinen leiblichen Sohn. Um sich nicht mit ihm auseinandersetzen zu müssen, schickte er ihn auf das Feld zu den Schafen. Als der Prophet Samuel auf Gottes Geheiß nach dem künftigen König suchte, ließ Isai zunächst nur seine älteren Söhne antreten. Erst auf Nachfrage erwähnte er David. So wurde ausgerechnet der Jüngste, von dem niemand Großes erwartete, von Samuel zum nächsten König gesalbt. Ein vergessener Sohn wird König. Zufall? Meine Blutwerte schießen genau an dem Tag ins Positive, an dem ich auf ein neues Medikament hätte umstellen sollen. Zufall? Ich glaube nicht an Zufälle. Ich bin überzeugt, dass auf dieser Welt nichts einfach »zufällig« geschieht. Es gibt einen Gott, der seine Hände im Spiel hat – einen Gott, der uns jeglichen Segen, jegliche Gunst und jedes Wunder zur genau richtigen Zeit in der passenden Phase unseres Lebens zufallen lässt.

Dass wir heute da stehen, wo wir stehen, das ist nicht einfach Glück. Es ist Gottes Wirken. Es ist seiner Treue zu verdanken. Warum dürfen wir immer wieder erleben, dass unsere Geschichte neu geschrieben wird? Dass wir – scheinbar aus dem

Nichts – den langersehnten Durchbruch erleben? Dass Heilung plötzlich in unser Leben tritt? Dass wir genau zur richtigen Zeit den Menschen kennenlernen, auf den wir so lange gewartet haben? Dass sich endlich eine Tür öffnet, von der wir schon fast glaubten, sie bliebe für immer verschlossen? Dass wir dank vieler göttlicher Fügungen an das Ziel unseres Lebens gelangen? Warum geschieht all das? Warum wird David, ein einfacher Hirte, vom eigenen Vater vergessen, zum König von Israel gesalbt? Mir scheint, unsere Haltung ist entscheidend – wie wir reagieren und wie wir mit der Zeit umgehen, bis der Durchbruch, die Heilung, das Wunder oder die Veränderung kommt. Die folgenden vier Prinzipien können dir helfen, diese Zwischenzeit weiser und bewusster zu gestalten:

  1. Feiere den Erfolg von anderen.
  2. Entscheide dich, Neues zu lernen.
  3. Bleibe geduldig und warte auf den richtigen Zeitpunkt.
  4. Lass dir dein Vertrauen in Gott nicht rauben.

Warte und vertraue: Die beste Tür, die göttliche Chance, wartet in deiner Zukunft auf dich!

»Denn ich weiß genau, welche Pläne ich für euch gefasst habe«, spricht der HERR. »Mein Plan ist, euch Heil zu geben und kein Leid. Ich gebe euch Zukunft und Hoffnung. Wenn ihr dann zu mir rufen werdet, will ich euch antworten; wenn ihr zu mir betet, will ich euch erhören. Wenn ihr mich sucht, werdet ihr mich finden; ja, wenn ihr ernsthaft, mit ganzem Herzen nach mir verlangt, werde ich mich von euch finden lassen«, spricht der HERR. Jeremia 29,11–14

Dies ist ein Ausschnitt aus dem Buch »Auf dem Weg zum Besten« von Konrad Blaser. Du kannst es HIER bestellen.