»Du schaffst das! Du kannst das! Bleib nicht stehen! Du bist ein Kämpfer, und mit unserem Gott zusammen ist nicht nichts unmöglich!«
Im Jahr 2016 hatte ich das Privileg, am New-York-Marathon teilzunehmen. Lange hatte ich dafür trainiert und davon geträumt, durch die Straßen von New York City zu joggen, die Luft und den Vibe dieser Metropole aufzusaugen. Ich genoss das angenehme Herbstwetter, die Zuschauer, die mir und Tausenden anderen zujubelten, die besondere Stimmung und die Ehre, diesen Lauf endlich absolvieren zu dürfen. Zusätzlich ermutigte mich meine Frau mit zahlreichen SMS-Nachrichten, dass ich diesen Lauf schaffen werde. Unter anderem schrieb sie:
»Baby, du bist so gut! Wir alle schauen dir zu. Echt, ich bin so stolz auf dich. Zieh es durch, gib nicht auf. Ein Schritt für mich, ein Schritt für deine Tochter, einer für deinen Sohn, einer für unsere Katze. Du wirst es schaffen! Nur noch 6 Meilen – 20 hast du schon hinter dir! Ich habe den Kindern gesagt: ›Papa wird es schaffen, denn er ist ein Kämpfer.‹ Wir sind so stolz auf dich – weiter so! Ich sehe dich schon im Ziel einlaufen. Du bist eine Granate! Schon über 24 Meilen – Endspurt, Baby! Jetzt weiß ich, warum du einen Marathon läufst: damit du so viele SMS von mir bekommst! Ich bin so stolz auf dich. Bravo!«
Schade war nur, dass ich meine mobilen Daten ausgeschaltet hatte und all diese ermutigenden SMS erst im Hotelzimmer lesen konnte. Wenn ich heute zurückblicke, denke ich, dass ich sicher 5–10 Minuten schneller im Ziel gewesen wäre, hätte ich diese Nachrichten während des Laufs lesen können. Denn wenn wir angefeuert und ermutigt werden, sind wir alle zu größeren Leistungen fähig, als wenn wir uns allein durchs Leben kämpfen.
So ist es auch in unserem Glauben. Wir alle werden tagtäglich angefeuert und ermutigt – nicht nur von unseren Freunden und einer Kirche, die an uns glaubt, sondern auch von den Helden des Glaubens. Sie jubeln dir und mir zu. Täglich rufen sie vom Himmel herab und sagen uns:
»Du schaffst das! Du kannst das! Bleib nicht stehen! Du bist ein Kämpfer, und mit unserem Gott zusammen ist dir nichts unmöglich!«
Von diesen Glaubenshelden, mit denen Gott Geschichte geschrieben hat, lesen wir in der Bibel im Brief an die Hebräer. Wir lesen von Henoch, der einen so großen Glauben hatte, dass Gott ihn, ohne dass er sterben musste, direkt zu sich in den Himmel holte. Wir lesen von Noah, der Gott blind vertraute – so sehr, dass er auf trockenem Land eine Arche baute. Und als dann die Sintflut kam, wurde diese zur Rettung für die Menschheit. Wir lesen von Abraham, dem Gott noch im hohen Alter – dank seines Glaubens – einen Sohn schenkte. Wir lesen von vielen weiteren Männern und Frauen, die Gott ihr Vertrauen schenkten, an ihm festhielten und erleben durften, wie sie ihr Ziel gemeinsam mit ihm erreichten. Nachdem der Schreiber einen Glaubenshelden nach dem anderen aufgezählt hat, lesen wir Folgendes:
Alle diese Zeugen, die uns wie eine Wolke umgeben, spornen uns an. Darum lasst uns durchhalten in dem Wettlauf, zu dem wir angetreten sind, und alles ablegen, was uns dabei hindert, vor allem die Sünde, die uns so leicht umgarnt! Hebräer 12,1
All diese Zeugen, all diese Helden, all diese Glaubensväter und Glaubensmütter rufen uns zu und feuern uns direkt vom Himmel her an, dranzubleiben und nicht aufzugeben. Und wenn du zur Ruhe kommst und deinen Blick wieder auf Gott richtest, kannst du sie hören, wie sie dich anfeuern. Du siehst sie – vor deinem inneren Auge –, wie sie ein Plakat mit deinem Namen darauf hochhalten, dich ermutigen, weiterzugehen und deinen Glauben nicht aufzugeben.
Dies ist ein Ausschnitt aus dem Buch »Auf dem Weg zum Besten« von Konrad Blaser. Du kannst es HIER bestellen.
