Lass die anderen reden, lass sie gackern, lass sie lästern, lass sie lachen. Du aber bleib oben. Bleib bei Gott.

Wir alle möchten einen guten Ruf haben und beliebt sein. Wir wünschen uns, dass die Menschen gut über uns reden und denken. Wir wünschen uns, dass wir von allen Menschen angenommen, geliebt und verstanden werden. Niemand mag Konflikte in Beziehungen oder im sozialen Umfeld. Ein guter Ruf öffnet Türen, bringt Frieden und Harmonie in unser Leben. Darum tun wir oftmals alles dafür, dass die anderen gut über uns denken und reden. Stimmt’s?

Doch in der Bibel entdecken wir, dass die meisten, die mit Gott unterwegs waren und mit denen Gott seine Geschichte schrieb, sich nicht um ihren Ruf kümmerten. Das überließen sie Gott. Sie ließen sich nicht von der Meinung anderer ablenken, das zu tun, was Gott ihnen aufs Herz gelegt hat. Egal, was die Menschen um sie herum sagten, dachten oder lästerten, es kümmerte sie nicht. Die Bibel ermutigt uns, einen anderen Fokus zu haben, als uns auf unseren Ruf zu konzentrieren. Statt uns darum zu kümmern, was die anderen über uns sagen, rät Gott uns:

Mehr als auf alles andere aber achte auf dein Herz, denn es bestimmt, wie du dein Leben führst. Sprüche 4,23

Mehr als alles andere, behüte dein Herz und investiere in es. Investiere in deinen Charakter, investiere in deine innere Haltung, und investiere in deine Beziehung zu Gott. Dann darfst du wissen, dass Gott sich automatisch um dich und auch um deinen Ruf kümmern wird. All das negative Gerede, das Lästern, das Lachen, das Unverständnis, nur weil du tust, was Gott dir aufs Herz gelegt hat, darfst du getrost ignorieren. Mach einfach weiter, lass dich von Gott leiten und überlasse ihm den Rest. Das beschreibt auch David in einem seiner Psalmen:

Du lädst mich ein und deckst mir den Tisch selbst vor den Augen meiner Feinde. Psalm 23,5a

Gott deckt uns einen Tisch inmitten unserer Feinde. Inmitten all der Menschen, die uns nicht verstehen, die schlecht über uns reden, die über uns lachen, die den Kopf über uns schütteln, die sich von uns entfernen oder hinter unserem Rücken schlecht über uns reden. Inmitten von all dem deckt Gott uns einen Tisch. Er stellt sich zu uns. Er beschützt uns. Er kämpft für uns, und wir dürfen unseren Ruf getrost Gott überlassen. Neue Kraft wartet auf uns. Neue Abenteuer wollen gelebt werden. Neue Flügel, die uns über unsere Umstände hinaustragen, stehen bereit. Doch um all das zu entdecken, müssen wir unserem Auftrag treu bleiben. Denn wenn wir beginnen uns zu rechtfertigen, uns zu erklären, die Kritiker zufriedenzustellen oder unseren Ruf wiederherzustellen, verlieren wir unseren Status als Adler und werden zu Hühnern. Wir begeben uns zu den Kritikern, die wie Hühner gackern – und beginnen selbst zu gackern. Hühner fliegen nicht. Sie bleiben, wo sie sind, fressen, was vor ihrem Schnabel liegt, sehen nur nach unten und gackern vor sich hin. Doch du und ich, wir sind keine Hühner. Wir sind berufen, Adler zu sein.

Statt dich um deinen Ruf zu kümmern, bete einfach Gott an. Er wird sich um deinen Ruf und dein Ansehen kümmern und er deckt dir immer wieder den Tisch inmitten all deiner Feinde – einen Tisch, an dem du neue Kraft und Stärke finden kannst. Kümmere dich um dein Herz und tue einfach, was Gott dir sagt. Bleib bei Gott, schaue nach oben, und du wirst aufsteigen wie ein Adler. Du wirst dich über deine Umstände erheben, neuen Segen, neue Freundschaften und neue Gelegenheiten entdecken. Immer wieder – weil du unterwegs bist, auf dem Weg zum Besten in deinem Leben.

Dies ist ein Ausschnitt aus dem Buch »Auf dem Weg zum Besten« von Konrad Blaser. Du kannst es HIER bestellen.