Wie möchtest du am Ende deines Lebens dastehen? Was möchtest du einmal hinterlassen? Lass dieses Bild dein Heute bestimmen.
Wo siehst du dich in ein paar Jahren? Wo siehst du dich in deiner Ehe, deiner Familie, deinem Beruf, deinem Glauben? Wie sehen deine Beziehungen aus? Welche Rolle spielen deine Finanzen? Und vor allem: Was möchtest du einmal hinterlassen?
Stephen R. Covey hat einen bekannten Satz gesagt:
»Begin with the end in mind.« – »Beginne mit dem Ende vor Augen.«
Der Gedanke dahinter ist einfach und gleichzeitig tiefgreifend: Wenn wir wissen, wie wir einmal leben und am Ende unseres Lebens dastehen möchten, kann dieses Bild unsere Entscheidungen im Hier und Jetzt prägen.
Stell dir vor, du würdest deine eigene Beerdigung besuchen können. Welche Menschen wären da? Was würden deine Kinder sagen? Was würden deine Freunde erzählen? Was würde dein Ehepartner über dich sagen? Und die vielleicht wichtigste Frage: Was würde Gott über dein Leben sagen?
Ich weiß, solche Fragen können unangenehm sein. Aber sie können uns helfen, unsere Prioritäten neu zu setzen. Denn wenn ich weiß, dass ich einmal gemeinsam mit meiner Frau alt werden möchte, verändert das, wie ich heute in unsere Ehe investiere. Wenn ich möchte, dass meine Kinder einmal sagen: »Unser Papa war für uns da«, dann beeinflusst das meine heutige Zeiteinteilung. Wenn ich mir wünsche, meinen Lauf mit Gott treu zu vollenden, dann kann ich meine Beziehung zu Gott nicht einfach auf irgendwann verschieben.
Denn wir prägen heute mit unseren Entscheidungen, wie unser Leben einmal aussehen und was davon bleiben wird. Wir leben oft so, als hätten unsere heutigen Entscheidungen nichts mit unserer Zukunft zu tun. Doch genau das Gegenteil ist der Fall: Unsere Zukunft entsteht aus vielen kleinen Entscheidungen, die wir heute treffen.
Darum lohnt es sich, einmal innezuhalten und sich zu fragen: Wie möchte ich einmal im Alter in meinem Leben dastehen? Nicht nur beruflich oder finanziell, sondern auch als Ehepartner, als Vater oder Mutter, als Freund, als Christ, als jemand, der Gott sein Leben anvertraut hat.
Denn wenn wir unser Leben vom Ende her betrachten, bekommen viele Dinge im Heute plötzlich eine andere Bedeutung. Manche Entscheidungen werden wichtiger. Andere werden unwichtiger. Manche Dinge, die uns bisher unglaublich viel Energie gekostet haben, dürfen wir vielleicht getrost loslassen.
Was möchtest du hinterlassen? Welches Erbe möchtest du weitergeben – geistlich und vielleicht auch materiell? Und was müsstest du heute verändern, damit dein Leben einmal so aussehen kann?
Wenn wir leben, leben wir für den Herrn, und auch wenn wir sterben, gehören wir dem Herrn. Im Leben wie im Sterben gehören wir dem Herrn. Denn Christus ist gestorben und wieder lebendig geworden, um seine Herrschaft über alle auszuüben – über die Toten und über die Lebenden. Römer 14,8-9
