Wähle deine Worte weise, denn sie sind Schlüssel und du entscheidest, welche Türen damit geöffnet werden.

Wir lesen, wie Jesus durch Johannes in einem seiner Briefe an die Gemeinden zur Kirche in Philadelphia sagt, dass er eine Tür für sie geöffnet hat, die niemand mehr schliessen kann. Ich liebe es, wie Jesus hier das Bild einer offenen Tür gebraucht. Eine Tür kann in unserem Glauben für so vieles stehen: für neue Möglichkeiten, neue Wege, neue Beziehungen und neue Situationen. Sie kann für Dinge stehen, die wir uns selbst niemals hätten ermöglichen oder erarbeiten können. Gott kann und will in unserem Leben immer wieder Türen öffnen und uns dadurch neue Möglichkeiten und Segen schenken.

In seinen Worten an die Gemeinde in Philadelphia sagt Jesus, dass er einen Schlüssel in der Hand hält. Auch wir können Schlüssel in unserer Hand halten. Schlüssel, die uns Türen öffnen und uns helfen, weiterzukommen. Doch was sind die Schlüssel, die Jesus uns für unseren Glauben gegeben hat? Wir lesen in der Bibel, unter anderem in den Sprüchen, dass einer dieser Schlüssel unsere Worte sein können. Wir lesen zum Beispiel, dass wir die Folgen dessen, was wir sagen, selber tragen müssen. Und sogar, dass Tod und Leben in der Macht unserer Zunge liegen.

Gehen wir noch etwas weiter: Im Hebräischen gibt es für «Wort» den Begriff «Dabar». Dieser kann unter anderem mit Wort, Aussage, Rede, Nachricht, Botschaft, Antwort, Rat, Verheissung oder Befehl übersetzt werden. Und jetzt wird es spannend: Im hebräischen Denken werden «Wort» und «Sache» nicht so scharf voneinander getrennt wie in unserem Denken. Worte sind nicht einfach nur etwas, das ausgesprochen wird – sie haben Wirkung. So können wir sagen, dass unsere Worte etwas transportieren. Unsere Worte des Glaubens transportieren Hoffnung, Glauben, Ermutigung, Liebe und Vergebung. Unsere Worte können aber auch Angst, Bitterkeit, Streit und Entmutigung transportieren.

Wir haben also eine Wahl: Spenden wir mit unseren Worten Leben oder zerstören wir damit? Unsere Worte können Türen zum Segen öffnen. Sie können andere und uns selber aufbauen – oder sie können uns und andere niederreissen.

Darum macht es Sinn, sich Gedanken über unsere Worte zu machen.

Vielleicht hast du dir auch schon gewünscht, dass sich bestimmte Türen in deinem Leben öffnen. Denk daran: Du hältst einen Schlüssel für so viele Türen bereits in deiner Hand. Gott kann und will Türen öffnen, wenn es die richtigen für dich sind. Doch damit sich eine Tür öffnet, braucht es einen Schlüssel – und einer dieser Schlüssel sind deine Worte.

Darum möchte ich dich ermutigen, dich einmal ganz bewusst zu fragen: »Was bringe ich mit meinen Worten zum Leben? Welche Worte spreche ich in meine Ehe, meine Familie, meine Freundschaften und meinen Alltag? Welche Worte spreche ich über mich selbst und über meine Beziehung zu Gott?«

Unsere Worte sind wie Schlüssel, die Türen öffnen können – Türen zum Segen oder zum Fluch. Darum wähle deine Worte weise und ganz bewusst. Nutze sie, um Gutes in deinem Leben und im Leben deiner Mitmenschen freizusetzen. Sprich Worte, die aufbauen, ermutigen, Hoffnung schenken und Leben hervorbringen.

Man erntet Früchte von dem, was man sagt, und muss damit leben, man trägt die Folgen für das, was einem über die Lippen kommt. Worte haben Macht über Leben und Tod, und wer achtsam mit ihnen umgeht, kann ihre guten Früchte genießen.» Sprüche 18,20–21