Unsere Worte zeigen, was in unserem Herzen ist. Wenn unser Herz voller Glauben ist, wenn wir mit uns selbst im Reinen, ausgeglichen und innerlich gefestigt sind, können unsere Worte Leben verändern – unser eigenes und das unserer Mitmenschen.

Jesus sagt in der Bibel, dass wir Menschen aus dem heraus reden, was unser Herz erfüllt. Oftmals denken wir, unsere Worte seien das eigentliche Problem – die Wurzel von Verletzungen, negativen Gedanken oder dem Unglauben, den wir über uns selbst aussprechen. Also versuchen wir, auf unsere Worte zu achten, weniger negativ zu reden, geduldiger zu antworten und positivere Dinge auszusprechen. Doch Jesus geht tiefer. Er zeigt uns: Unser Problem beginnt nicht in unserem Mund, sondern in unserem Herzen. Denn irgendwann kommt durch unsere Worte zum Vorschein, was uns innerlich beschäftigt, was wir immer wieder denken und in unserem Herzen bewegen.

Wenn unser Herz voller Angst ist, wird Angst auch unsere Worte prägen. Wenn unser Herz voller Bitterkeit ist, werden früher oder später bittere und verletzende Worte über unsere Lippen kommen. Wenn ich ständig denke: »Gott hat mich sowieso vergessen«, wird sich auch dieser Gedanke irgendwann in meinen Worten zeigen. Es kann gut sein, dass wir zwar sagen: »Ich bin gesegnet«, aber tief in unserem Herzen gar nicht daran glauben, weil wir ständig das Gefühl haben, zu kurz zu kommen. Es ist also nicht damit getan, einfach ein paar positive Sätze über unserem Leben auszusprechen. Wenn wir unsere Worte wirklich verändern und mit Glauben füllen wollen, müssen wir dort beginnen, wo sie entstehen: in unserem Herzen.

Alles beginnt in unserem Herzen. Ein Herz, das sich von Gott geliebt, getragen und angenommen weiß, spricht anders. So kann in unserem Herzen aus Angst Vertrauen entstehen. Aus Hoffnungslosigkeit kann neue Erwartung wachsen. Aus Bitterkeit kann Vergebung werden und aus Selbstzweifeln Dankbarkeit. Doch damit dies geschehen kann, müssen wir lernen, unser Herz immer wieder Jesus anzuvertrauen. Ihm zu erlauben, es zu heilen, zu verändern und wiederherzustellen. Dann kommen unsere Worte aus einem Herzen, das sich von Gott geliebt und getragen weiss. Und aus diesem Herzen können wir sagen:

»Danke, Jesus. Danke, dass du da bist. Danke, dass du meine Situation kennst und bereits eine Lösung bereithältst. Ich weiß zwar noch nicht, wie du es tun wirst, aber ich weiß, dass du etwas tun wirst. Ich will dir vertrauen.«

Worte, die mit Glauben und einer tiefen Gewissheit über Gottes Liebe, Gnade und Segen gefüllt sind, können den Segen freisetzen, den Gott schon lange für uns vorbereitet hat. Darum lautet die entscheidende Frage nicht in erster Linie: »Wie sind meine Worte?«, sondern: »Was ist in meinem Herzen? Wie denke ich über Gott? Was traue ich ihm wirklich zu? Wie denke ich über mich selbst? Und was erwarte ich von meiner Zukunft?«

Beginne, dein Herz mit Glauben, Freude, Zuversicht und der Gewissheit über Gottes Liebe und Gnade zu füllen. Dann werden sich auch deine Worte verändern. Sie werden zu Wegbereitern für all das Gute und den Segen, den Gott für dich bereithält.

»Denn wie der Mensch in seinem Herzen denkt, so redet er. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor, weil sein Herz mit Gutem erfüllt ist. Ein böser Mensch dagegen bringt Böses hervor, weil sein Herz mit Bösem erfüllt ist. Ich sage euch: Am Tag des Gerichts werden die Menschen Rechenschaft ablegen müssen über jedes unnütze Wort, das sie geredet haben. Denn aufgrund deiner Worte wirst du freigesprochen werden, und aufgrund deiner Worte wirst du verurteilt werden.« Matthäus 12,34–37