Wir können unser Glück immer finden. Es ist in erster Linie immer eine Frage der Entscheidung, die wir in unserem Herzen treffen.
Wir alle haben Erwartungen an unser Leben. Wir wünschen uns Gesundheit, ein geregeltes Einkommen, gute Beziehungen, eine Wohnung, Essen, genug Geld für Ferien, am liebsten im Winter, Frühling, Sommer und Herbst und dann noch über Weihnachten. Wir wünschen uns Anerkennung für das, was wir leisten. Wir möchten, dass die Menschen uns respektvoll behandeln und dass sich unsere Bemühungen irgendwann auszahlen. Doch leider sind viele dieser Wünsche für uns einfach selbstverständlich. Sie gehören einfach so dazu. Wir denken, wir haben Anspruch darauf. Und wenn wir dann nicht bekommen, was uns unserer Meinung nach zustehen würde, verlieren wir unsere Freude und Zufriedenheit und sind wütend und enttäuscht. Enttäuscht vom Leben, von den Menschen, von den Umständen und dann vor allem von Gott, der uns nicht gibt, was uns doch zustehen würde!
Doch wenn wir auf diese Weise denken, wird unsere Freude zunehmend davon abhängig, ob Menschen und Umstände unseren Erwartungen entsprechen. Und genau darin liegt eine große Gefahr. Das Leben läuft erstens nicht immer so, wie wir es uns vorgestellt haben. Und zweitens steht uns eigentlich nichts, aber rein gar nichts zu! Alles, was wir haben und bekommen, ist und bleibt ein Geschenk. Ein Geschenk unseres Gottes. Wenn wir die Dankbarkeit dafür verlieren oder es als selbstverständlich erachten, müssen wir nicht erstaunt sein, wenn wir nach und nach unsere Freude verlieren.
Denn Menschen enttäuschen uns. Wir werden möglicherweise übergangen oder nicht so behandelt, wie wir es uns wünschen. Auch in der Kirche, am Arbeitsplatz oder in unseren Beziehungen können wir Verletzungen erleben. Das bedeutet nicht, dass Enttäuschungen unwichtig sind oder wir ungerechtes Verhalten einfach hinnehmen müssen. Es bedeutet aber, dass wir uns fragen dürfen, wie wir mit dem umgehen, was wir nicht kontrollieren können. Wenn wir unser Glück davon abhängig machen, dass sich alle Menschen richtig verhalten und unsere Lebensumstände unseren Vorstellungen entsprechen, geben wir einen großen Teil unseres inneren Friedens aus der Hand. Denn wir können nicht bestimmen, wie andere Menschen handeln. Wir können nicht jede Enttäuschung verhindern. Und wir können nicht erzwingen, dass sich unsere Wünsche zu einem bestimmten Zeitpunkt erfüllen. Aber wir können lernen, unsere Haltung zu überprüfen und unseren Blick neu auszurichten.
Wenn wir ständig auf das schauen, was nicht so läuft, wie wir es erwartet haben, kann sich unser Blick immer weiter verengen. Wir sehen dann vor allem die Enttäuschung, die fehlende Anerkennung oder den unerfüllten Wunsch. Dabei übersehen wir all das Gute, das Gott uns bereits geschenkt hat. Lass los, was du glaubst, unbedingt haben zu müssen, und gib der Dankbarkeit wieder Raum in deinem Herzen.
Freut euch, was auch immer geschieht! Lasst euch durch nichts vom Gebet abbringen! Dankt Gott in jeder Lage! Das ist es, was er von euch will und was er euch durch Jesus Christus möglich gemacht hat. 1. Thessalonicher 5,16–18
