Auch wenn wir nicht viel zu bieten haben, über keine großen Möglichkeiten verfügen und uns schwach und nutzlos fühlen, kann und wird Gott uns in unserer Schwachheit gebrauchen, um Großes durch uns zu bewegen.
»Ich bin nicht gut genug. Ich bin noch nicht so weit. Andere können das besser.« Kommt dir das bekannt vor? Diese Gedanken sind oft der größte Grund, warum wir die Türen Gottes nicht betreten, die er für uns öffnet.
Das sehen wir auch bei einer Gemeinde in der Bibel: der Gemeinde in Philadelphia. Sie hatte wenig Kraft, wenig Einfluss und keine besonderen Voraussetzungen. Und doch sagt Jesus zu dieser Gemeinde: »Ich habe eine Tür vor dir geöffnet.« Warum? Jesus öffnet diese Tür für sie – nicht wegen ihrer Stärke, sondern wegen ihres Glaubens!
Dieses Prinzip entdecken wir immer wieder in der Bibel: Gott schreibt Geschichte nicht mit den Starken, Mächtigen oder den besonders Begabten. Er schreibt seine Geschichte mit Menschen, die sich ihm zur Verfügung stellen und sich von ihm gebrauchen lassen.
So wie bei Abraham und Sara, die viel zu alt für ein Kind waren – und Gott schenkte ihnen eines. Oder Mose, der sich unsicher im Reden fühlte und dennoch zum Leiter des Volkes Gottes wurde. Gideon, voller Angst, wurde zum Anführer und Befreier seines Volkes. David, übersehen und verstoßen auf dem Feld bei den Schafen, wurde zum König nach dem Herzen Gottes. Esther, ohne Macht und Ruhm, wurde zur Königin. Ruth, fremd in einem Land, das sie nicht kannte, wurde durch ihre Treue zur Frau eines reichen Gutsbesitzers. Und dann die Jünger von Jesus – alles einfache Männer und Frauen.
Was hatten all diese Menschen gemeinsam? Ihren Glauben!
Ist es in unserem Leben nicht oft dasselbe? Je weniger wir zu bieten haben, desto mehr kann Gott wirken. Er kann aus unserer Schwachheit, aus unseren Unzulänglichkeiten und unseren Grenzen sowie Nöten etwas Großes und Unmögliches entstehen lassen – wenn wir ihm vertrauen und an ihn glauben.
Paulus bringt es in der Bibel treffend auf den Punkt: Die Kraft Gottes kommt in der Schwachheit zur vollen Entfaltung. Das bedeutet: Unsere Schwäche ist für Gott kein Hindernis, sondern der Ort, an dem er wirkt.
Darum: Auch wenn du dich noch nicht fähig, würdig oder gut genug fühlst, das zu tun, wozu Gott dich berufen hat – geh los und tu es trotzdem. Denn Gott sucht nicht Perfektion, Stärke oder Talente. Er sucht Menschen, die ihm vertrauen, ihm treu sind und sich ihm zur Verfügung stellen. Mehr braucht Gott nicht. Er wird durch unsere Schwachheit leuchten und in die Welt hinausstrahlen.
Doch der Herr hat zu mir gesagt: »Meine Gnade ist alles, was du brauchst, denn meine Kraft kommt gerade in der Schwachheit zur vollen Auswirkung.« Daher will ich nun mit größter Freude und mehr als alles andere meine Schwachheiten rühmen, weil dann die Kraft von Christus in mir wohnt. Ja, ich kann es von ganzem Herzen akzeptieren, dass ich wegen Christus mit Schwachheiten leben und Misshandlungen, Nöte, Verfolgungen und Bedrängnisse ertragen muss. Denn gerade dann, wenn ich schwach bin, bin ich stark. 2. Korinther 12,9–10
