Gott sagt zu uns: »Diene mir, und alles andere wird schon gut kommen!«

Es gibt Momente im Leben, da sind wir leer. Wir fühlen uns ausgelaugt, hoffnungslos und ohne Perspektive. Wir haben alles versucht, alles gegeben, und trotzdem scheint nichts zu funktionieren. Genau in so einer Situation war Petrus, als Jesus ihm begegnete.

Petrus ist Fischer. Er kennt seinen Job. Er weiß, wann man fischt, wo man fischt und wie man fischt. Doch an diesem Morgen kommt er nach einer langen Nacht zurück – erfolglos. Keine Fische. Kein Fang. Keine Einnahmen. Eine Katastrophe für einen Fischer. In diesen Moment hinein tritt Jesus. Doch erstaunlicherweise tut Jesus nicht zuerst das, was wir erwarten würden. Er sagt nicht: »Petrus, komm, lass uns zuerst dein Problem lösen.« Er fragt nicht nach seiner Müdigkeit und kümmert sich nicht zuerst um seinen Mangel. Nein, Jesus bittet Petrus, ihm zu dienen.

Ganz ehrlich – ich weiß nicht, wie ich reagiert hätte. Ich an der Stelle von Petrus hätte vermutlich gesagt: »Jesus … ich habe gerade andere Probleme. Ich muss mein Budget anschauen. Ich muss meiner Frau erklären, warum wir nichts verdient haben. Ich muss zuerst meine Situation lösen.«

Doch Petrus tut etwas Beeindruckendes: Er entscheidet sich, Jesus zu dienen und stellt ihm sein Boot zur Verfügung. Er dient Jesus mitten in seiner eigenen Not.

Ist nicht genau das manchmal unsere Herausforderung? Wir sagen zu Gott: »Gott, wenn du mir zuerst hilfst, werde ich dir dienen. Wenn du mein Gebet erhörst … wenn du mir einen Durchbruch schenkst … wenn du mein Problem löst …«

Doch in dieser Geschichte sehen wir, dass Jesus die Reihenfolge umdreht. Er fordert Petrus dazu auf, ihm zuerst zu dienen und sich von ihm gebrauchen zu lassen, und alles andere danach zu klären. Nachdem Jesus fertig gepredigt hat, geschieht etwas Unerwartetes: Es kommt der nächste Auftrag. »Fahr noch einmal hinaus und wirf die Netze aus.«

Petrus ist müde. Er ist Profi. Er weiß, dass man tagsüber nicht fischt. Und vor allem: Sie haben die ganze Nacht nichts gefangen. Doch dann spricht Petrus einen Satz aus, der alles verändert: »Aber weil du es sagst, will ich die Netze auswerfen.« Und genau in diesem Moment beginnt das Wunder. Weil Petrus Jesus vertraut, kann Jesus ihm den Fang seines Lebens schenken.

Jesus zeigt Petrus etwas Entscheidendes: Wenn du zuerst Gottes Reich priorisierst, wirst du nicht zu kurz kommen.

Vielleicht stehst auch du gerade an einem Punkt, an dem du müde bist. Vielleicht hast du keine Kraft mehr und möchtest aufgeben. Dann möchte ich dir heute diese einfache, aber kraftvolle Ermutigung weitergeben: Sage auch du neu: »Aber weil DU es sagst, Jesus …« Nicht weil alles Sinn ergibt. Nicht weil du den ganzen Plan verstehst. Sondern weil du tief in deinem Herzen spürst, dass dein Gott größer ist als jede Logik in deinem Leben.

Als er aufgehört hatte zu reden, wandte er sich an Simon und sagte: »Fahr jetzt weiter hinaus auf den See; werft dort eure Netze zum Fang aus!«Simon antwortete: »Meister, wir haben uns die ganze Nacht abgemüht und haben nichts gefangen. Aber weil du es sagst, will ich die Netze auswerfen.« «Das taten sie dann auch, und sie fingen eine solche Menge Fische, dass ihre Netze zu reißen begannen. Deshalb winkten sie den Fischern im anderen Boot, sie sollten kommen und mit anpacken. Zusammen füllten sie die beiden Boote, bis diese schließlich so voll waren, dass sie zu sinken drohten. Lukas 5,4–7