Wenn wir auf unsere Umstände schauen, sehen wir oft nur noch unsere Herausforderungen, unsere Nöte und die Frage, wie wir unsere Ziele erreichen oder unsere Probleme lösen können. Erinnere dich immer wieder daran, dass Gott nicht limitiert ist und nicht nach den Regeln der natürlichen Welt funktioniert.
Kennst du diese Momente, in denen du nur noch Probleme siehst? Du schaust auf deine Finanzen, deine Gesundheit, deine Familie, deine Zukunft oder auf eine Situation, die sich einfach nicht bewegt – und plötzlich scheint alles unmöglich. Du rechnest, überlegst, analysierst und kommst immer wieder zum gleichen Schluss: Das geht nicht.
Genau hier beginnt unser Problem: Unser Denken ist oft zu klein und wir limitieren Gott damit. In der Bibel sehen wir immer wieder, dass wir einen Gott anbeten, der nicht limitiert ist und der unser Bestes sucht.
Wir alle erleben Trockenheit, Mangel, Durst und hoffnungslose Situationen in unserem Leben und Glauben. Und doch möchte Gott immer wieder mitten hineinsprechen und uns mit seinem Segen begegnen – nicht nur, indem er uns ein wenig unterstützt oder ein bisschen hilft, er hält viel mehr bereit: Ströme, Überfluss und Segen, der sogar in die nächste Generation fliessen soll. So denkt unser Gott.
Doch oft stehen wir Gott mit unserem menschlichen Denken im Weg.
Ich erinnere mich an eine Geschichte aus unserer Kirche. Vor einigen Jahren begann unser Technik-Leiter dafür zu beten, dass wir eine LED-Wall anschaffen könnten. Ehrlich gesagt bewunderte ich seinen Glauben – und gleichzeitig dachte ich: Wie soll das bitte gehen? Wir hatten andere Prioritäten. Der Gottesdienstsaal brauchte dringend einen Umbau. Logisch betrachtet hätte man zuerst renovieren sollen: Isolation, Lüftung, Heizung – und danach vielleicht irgendwann eine LED-Wall.
Doch dann geschah etwas Unerwartetes. Plötzlich ergab sich ein unglaublicher Deal. Wir konnten eine LED-Wall zu einem Freundschaftspreis kaufen. Der Haken: Dafür mussten wir Geld verwenden, das eigentlich für den Umbau reserviert war. Aber wir hatten den Eindruck: Das ist ein Schritt, den Gott führt.
Die LED-Wall kam, der Saal blieb zunächst unverändert. Und dann, etwa ein Jahr später, kam ein Geschäftsmann in unsere Kirche. Er war von der LED-Wall so beeindruckt, dass er einen grossen Betrag spendete – mehr, als die Wall ursprünglich gekostet hatte. Dadurch konnten wir später auch den gesamten Saal umbauen.
Diese Geschichte hat mich etwas Tiefes gelehrt: So oft limitieren wir Gott. Wir denken linear, wir denken logisch, wir denken menschlich. Doch Gott ist nicht auf unsere Berechnungen angewiesen. Er sieht Wege, die wir nicht sehen. Er sieht Lösungen, wenn wir keine mehr haben. Er sieht Möglichkeiten, wo wir nur Grenzen wahrnehmen.
Vielleicht stehst du gerade in einer Situation, in der du keinen Ausweg mehr erkennst. Vielleicht denkst du: Das reicht niemals. Das wird nie funktionieren. Dafür fehlen mir die Ressourcen.
Dann möchte ich dir heute etwas zusprechen: Hör auf, Gott in deinem Denken klein zu machen. Beginne wieder größer zu denken, beginne wieder größer zu glauben und beginne wieder mutiger zu beten.
»Darum habt keine Angst, ihr seid doch meine Diener, mein auserwähltes und geliebtes Volk. Denn ich gieße Wasser auf das durstige Land und Ströme auf das ausgetrocknete Feld. Ja, ich gieße meinen Geist über euren Nachkommen aus, mit meinem Segen überschütte ich eure Kinder.« Jesaja 44,2–3
