Wir beginnen, in unserem Herzen zu glauben. Doch wenn wir unseren Glauben mit unseren Worten bekennen, bekommt das, was wir glauben, Leben – und beginnt, unser Leben zu verändern!

Ich liebe es, wie Gott immer wieder unsere Herzen berührt. Mit einem göttlichen Gedanken, einer neuen Hoffnung, einer tiefen Sehnsucht, einer liebevollen und zärtlichen Berührung seiner Gnade und seines Friedens, mit einer Idee, einer Vision, neuer Freude oder einer Dankbarkeit, die unser Herz überflutet. Gott berührt unsere Herzen im Stillen und Unscheinbaren, aber auch im Lauten. In einem Gottesdienst, in einer Anbetungszeit, durch Musik, in Gesprächen mit anderen, unterwegs, in der Natur, in zwischenmenschlichen Beziehungen, in der Ehe oder in der Familie.

Doch dann liegt es an uns, darauf zu reagieren. Wie können wir all diese Berührungen Gottes zum Leben erwecken, sodass sie uns weiterführen und zu einem Segen für unser Leben werden? Ganz einfach: indem wir ihnen mit unseren Worten eine Stimme geben.

Wenn Gott etwas in unser Herz legt und wir beginnen, darüber zu sprechen, es auszusprechen und zu bekennen, wird lebendig, was er in uns begonnen hat. Die Berührungen Gottes bleiben nicht nur Gedanken und Gefühle in unserem Herzen – durch unsere Worte bekommen sie eine Stimme und beginnen, unser Leben zu verändern.

Dies beschreibt auch Paulus in der Bibel. Er sagt, dass der Mensch zuerst im Herzen glaubt. Doch das, was er in seinem Herzen begriffen, erlebt oder wahrgenommen hat, bringt er anschliessend mit seinen Worten zum Ausdruck. Anders gesagt: Das Herz glaubt, und der Mund bringt den Glauben zum Leben.

Doch wenn wir all das, was wir in unserem Herzen spüren, für uns behalten, wenn wir es nicht aussprechen, Gott nicht dafür danken, es nicht über unserem Leben proklamieren und Gott dafür loben, dann kann es wieder verblassen. Es war ein guter und ermutigender Gedanke, aber mehr nicht. Ein Gedanke, der kam, uns erfrischte und wieder verschwand, ohne etwas in unserem Leben zu bewegen.

Darum: Wenn du Dankbarkeit verspürst, dann sag Jesus Danke. Wenn du dich in einer schwierigen Situation befindest und plötzlich ein Hoffnungsschimmer dein Herz berührt, dann sprich deinen Glauben aus und sage: »Danke, Gott, bist du da und hast du einen Plan!« Wenn du Hilfe brauchst, anstehst und keine Idee mehr hast, aber plötzlich neuer Glaube dein Herz erfüllt, dann bring diesen Glauben zum Leben, indem du laut aussprichst: »Ich sehe noch keine Lösung, aber ich habe Gott an meiner Seite. Er hat immer einen Weg und verspricht mir in der Bibel, dass denen, die ihn lieben, schlussendlich alles zum Guten dienen wird!« Was Gott in deinem Herzen beginnt, darf durch deine Worte lebendig werden.

Lass nicht zu, dass all das Gute, das Gott in deinem Herzen berührt, weckt und dir schenken möchte, an deinem Leben vorbeizieht, ohne Spuren zu hinterlassen – nur weil du dir »zu gut« warst, es auszusprechen. Bete. Sprich aus, was auf deinem Herzen ist. Gib dem eine Stimme, was Gott in dich hineinlegt, und bring durch deine Worte all das Gute zum Leben, das er dir zeigt und in deinem Herzen weckt.

Wenn du also mit deinem Mund bekennst, dass Jesus der Herr ist, und mit deinem Herzen glaubst, dass Gott ihn von den Toten auferweckt hat, wirst du gerettet werden. Denn man wird für gerecht erklärt, wenn man mit dem Herzen glaubt; man wird gerettet, wenn man den Glauben mit dem Mund bekennt. Römer 10,9–10