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Konrad Blaser

SEI KEIN TOTES MEER

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«Gott hält für jeden Einzelnen von uns so viel bereit. Doch um all das Gute, seinen Segen und seine Ideen für unser Leben zu entdecken, müssen wir lernen, den Segen, den wir schon in unseren Händen haben, weiterzugeben – ihn weiterfließen zu lassen und selbst ein Segen für andere zu werden.»

Es gibt ein starkes Bild, das uns helfen kann zu verstehen, wie Gott Segen in unserem Leben gedacht hat: das Tote Meer und der See Genezareth. Das Tote Meer liegt tief – richtig tief: 430 Meter unter dem Meeresspiegel. Der Jordan fließt hinein, aber nichts fließt wieder heraus. Das Wasser bleibt stehen, verdunstet, Salz steigt – und am Ende bleibt kein Fisch, keine Pflanze, kein Leben. Stille. Tot.

Das Tote Meer ist das Bild eines Lebens, das empfängt, aber nicht weitergibt. Menschen, die nur nehmen, Gottes Güte zwar erleben, vielleicht sogar genießen – aber sie nicht freisetzen. Der Strom kommt hinein, aber nichts fließt hinaus. Und so stirbt alles ab.

Und dann gibt es den See Genezareth. Derselbe Jordan, derselbe Zufluss – und doch ein vollkommen anderes Ergebnis. Warum? Weil der See nicht nur empfängt, sondern auch weitergibt. Was hineinkommt, fließt auch wieder hinaus. Und wo Bewegung ist, entsteht Leben: Fische, Pflanzen, Fruchtbarkeit. Der See wird zu einer Quelle für ein ganzes Land.

So ist es auch mit unserem Leben. Segen blüht erst, wenn er in Bewegung kommt. Wenn wir weitergeben, was wir haben. Wenn wir nicht warten, bis mehr kommt, sondern das nutzen, was bereits in unseren Händen liegt.

Paulus schreibt in der Bibel:

«Gepriesen sei er für die Fülle des geistlichen Segens.»

Eine Fülle des Segens Gottes liegt bereits in dir. Nicht Mangel. Nicht Knappheit. Eine Fülle, die darauf wartet, verschenkt zu werden. Das Tote Meer empfängt nur – und wird unbeweglich, kalt, leblos. Der See Genezareth empfängt und gibt – und wird zum Zentrum des Lebens.

Die Frage ist: Welches Gewässer bist du?

Viele Christen warten auf den nächsten Segen, die nächste Gelegenheit, den nächsten geistlichen „Kick“. Aber Gott wartet darauf, dass wir anfangen, den Segen freizusetzen, der bereits da ist. Dein Wort der Ermutigung, deine Gabe, deine Zeit, deine Freundlichkeit, dein Gebet für andere, deine Großzügigkeit – all das kann zum Segen werden, der wachsen kann, andere beschenkt und durch dich weiterfließt.

Was liegt bereits in unseren Händen, das wir heute weitergeben können? Denn wenn wir geben, wird Neues nachfließen. Das ist das Prinzip Gottes. Das ist der Herzschlag des Himmels.

«Gepriesen sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus! Gepriesen sei er für die Fülle des geistlichen Segens, an der wir in der himmlischen Welt durch Christus Anteil bekommen haben.» Epheser 1,3

WUNDER ERWARTEN UND ERLEBEN

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«Es ist deine und meine Entscheidung, auf was wir in unserem Leben schauen. Schaue ich auf das Gute oder auf das Schlechte?»

Wie oft gehen wir durch unseren Alltag und merken gar nicht, wie viele Möglichkeiten von Gott auf uns warten? Wir erleben kleine Segnungen, wir hören von großen Wundern – und doch bleibt unser Blick oft auf das, was wir selbst leisten können, beschränkt. Dabei zeigt die Bibel eindrücklich: Wer Gottes Macht sieht, öffnet den Raum für Wunder. Ein kraftvolles Beispiel ist die Geschichte von Elisa und seinem Diener. Als der Feind die Stadt und das Haus von Elisa belagerte, war der Diener verzweifelt: „Oh Herr, wir sind verloren!“ Elisa aber sah die Realität anders: Er wusste um die unsichtbare Armee Gottes, die sie beschützte. „Fürchte dich nicht!“, sagt er, „denn die, die bei uns sind, sind mehr als die, die bei ihnen sind.“ Und tatsächlich – der Diener sah es, als seine Augen geöffnet wurden. Was zunächst aussichtslos erschien, wurde durch Gottes Macht sicher und überwältigend.

Das lehrt uns eine fundamentale Wahrheit: Worauf wir unseren Blick richten, beeinflusst unser Erleben von Gottes Wirken. Wer auf Probleme, Grenzen oder Mangel schaut, bleibt im Gefühl von Angst und Ohnmacht gefangen. Wer auf Gottes Größe und Möglichkeiten schaut, wird mutig, zuversichtlich und offen für Durchbrüche. Darum möchte ich dich ermutigen: erwarte wieder das Wirken Gottes. Beginne den Tag mit einem Gebet, das nicht nur um Lösungen bittet, sondern die Augen öffnet für Gottes Macht. Übe prophetisches Sehen: Trainiere, hinter den Umständen Gottes Möglichkeiten zu erkennen. Frage dich: „Wo kann Gott heute Wunder wirken?“ Handle im Glauben: Ein offenes Herz allein genügt nicht – oft fordert Gott, dass wir mutig Schritte gehen, im Vertrauen auf sein Eingreifen. Glaube ohne Handlung bleibt abstrakt, Hoffnung ohne Blick für Gottes Wirken wird schwach. Aber wer bewusst seine Augen auf Gott richtet, erlebt, dass selbst unmögliche Situationen eine neue Perspektive bekommen. Wir sehen, wie Gottes Größe die Realität transformiert und Wunder geschehen – sei es Heilung, versöhnte Beziehungen oder unverhoffte Chancen.

Stell dir vor, du betrittst jeden Tag wie Elisa das Tal: Du bist umgeben von Herausforderungen, doch du entscheidest dich, auf Gottes unsichtbare Armee zu schauen. Du siehst nicht nur das Problem, du siehst das Eingreifen des Herrn. Dieser Blick verändert alles: Angst weicht Mut, Zweifel weicht Vertrauen, Begrenzung weicht Durchbruch.

«Als der Diener Elisas morgens aufstand und vor die Tür trat, sah er die Stadt von Truppen und Streitwagen umstellt. »Was sollen wir jetzt tun?«, fragte er Elisa.» 2. Könige 6,15

MÖGLICHKEITEN, STATT ANGST

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«Auf was schauen wir in unserem Leben? Auf die Angst oder die Möglichkeiten Gottes? Denn dies wird einen gewaltigen Unterschied ausmachen, ob wir in unserem Leben als Gewinner oder als Verlierer hervorgehen.»

Angst lähmt. Sie hält uns auf, sie lässt uns abwarten, zögern und oft das Gute verpassen. Die Bibel erzählt eine Geschichte, die uns genau das vor Augen führt: die Kundschafter, die Mose aussandte, um das gelobte Land auszukundschaften. Nach vierzig Tagen kehrten sie zurück – zehn berichteten von riesigen Städten und starken Gegnern und ließen sich von Angst leiten: „Wir sahen dort Riesen, wir waren wie Heuschrecken in ihren Augen.“ Nur zwei – Josua und Kaleb – sahen Möglichkeiten statt Probleme. Sie glaubten an Gottes Verheißung und sahen Chancen, nicht nur Risiken.

Das Ergebnis ist bekannt: Das Volk Israel hörte auf die Angst der Mehrheit, verweigerte den Schritt ins verheißene Land und musste 40 Jahre in der Wüste warten. Hätte man den Fokus auf Gottes Macht und die Chancen gelegt, wäre der Weg kürzer gewesen.

Was lernen wir daraus für unser eigenes Leben? Ob in Ehe, Beruf, Freundschaft oder unserer Kirche – wir stehen täglich vor Entscheidungen, die uns weiterbringen könnten. Doch oft halten uns Ängste zurück: „Was, wenn ich scheitere?“ „Was, wenn es nicht funktioniert?“ Wer nur auf die Risiken schaut, verkürzt seinen Mut und verlängert seinen „Wüstenweg“. Die Praxis ist simpel, aber herausfordernd. Suche bewusst Chancen. Wenn eine Situation Angst auslöst, frage: „Welche Möglichkeiten bietet mir Gott in diesem Moment?“ Vergleiche die Realität nicht mit Worst-Case-Szenarien: Die Kundschafter sahen Riesen und schrieben sie größer als nötig. Wir übertreiben Risiken oft in unseren Gedanken. Umgib dich mit „Kaleb-Menschen“: Menschen, die ermutigen, sehen Chancen und erinnern dich daran, dass Gott stärker ist als jede Herausforderung. Die Botschaft ist klar: Optimismus ist nicht naiv, sondern eine bewusste Entscheidung. Wer Chancen sieht, handelt mutig, erlebt Fortschritt und verkürzt den „Wüstenweg“ im Leben. Angst kann lähmen – Möglichkeiten beflügeln.

Stell dir vor, du stehst an der Schwelle zu einer neuen Phase: vielleicht ein beruflicher Schritt, ein neues Projekt, ein Gespräch, das Mut erfordert. Du könntest dich von den „Riesen“ einschüchtern lassen – oder du entscheidest dich, wie Kaleb und Josua, die Möglichkeiten zu sehen, die Gott bereitgelegt hat. Du wirst überrascht sein, wie oft sich Türen öffnen, wenn du den Fokus vom Problem auf die Chancen richtest.

«Sie berichteten Mose: »Wir haben das Land durchzogen, in das du uns geschickt hast, und wir haben alles genau angesehen. Es ist wirklich ein Land, das von Milch und Honig überfließt. Sieh hier seine Früchte! Aber die Leute, die dort wohnen, sind stark und ihre Städte sind groß und gut befestigt. Und dann haben wir auch noch die Anakssöhne gesehen! Im Südland wohnen die Amalekiter, im Bergland die Hetiter, Jebusiter und Amoriter und in der Jordanebene die Kanaaniter!« Das Volk war aufgebracht gegen Mose, aber Kaleb beruhigte die Leute und rief: »Wir können das Land sehr wohl erobern! Wir sind stark genug!« Doch die anderen Kundschafter sagten: »Wir können es nicht! Das Volk im Land ist viel stärker als wir!« Sie erzählten den Israeliten schreckliche Dinge über das Land, das sie erkundet hatten.» 4. Mose 13,27-32

ENTSCHEIDE DICH, DAS GUTE ZU SEHEN

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«Wenn du dein verheissenes Land erreichen willst, den nächsten Segen in deinem Leben finden möchtest, den nächsten Durchbruch erfahren willst; ja, dann musst du dich mit den Augen dafür entscheiden, auf das Gute und Göttliche zu schauen. »

Hast du schon einmal bemerkt, wie sehr unsere Wahrnehmung unsere Realität formt? Zwei Menschen können dasselbe Ereignis erleben – und doch völlig unterschiedliche Eindrücke gewinnen. Die Frage ist: Worauf richten wir unsere Augen? Entscheiden wir uns bewusst, das Gute zu sehen, oder lassen wir uns von Angst, Sorge und Pessimismus leiten?

Ein beeindruckendes Beispiel liefert uns David, bevor er als König über Israel bekannt wurde. Als kleiner Hirtenjunge stand er einem scheinbar unbesiegbaren Gegner gegenüber: Goliath. Die Armee Israels war gelähmt vor Angst, jeder dachte nur an die Gefahr. Aber David sah etwas anderes. Er sah nicht die Größe des Riesen – er sah die Größe Gottes. So entscheidet er sich, sich dem Riesen im Zweikampf zu stellen und bevor er auf ihn zugeht, sagt er: „Du kommst zu mir mit Schwert, Speer und Wurfspieß, ich aber komme zu dir im Namen des HERRN der Heerscharen.“ David entschied sich bewusst, auf Gottes Macht zu schauen statt auf die Bedrohung. Dieses Sehen eröffnete ihm die Chance, zu handeln und den Sieg zu erringen.

Auch für uns gilt: Unsere Perspektive entscheidet darüber, ob wir blockiert bleiben oder vorwärtskommen. Wer nur das Problem sieht, wird gelähmt. Wer das Positive erkennt – Chancen, Ressourcen, Gottes Wirken – kann handeln, wächst und erlebt Durchbrüche.

Aber wie trainiert man diesen Blick auf das Gute? Es beginnt mit kleinen, täglichen Entscheidungen. Wähle deine Gedanken bewusst: Ersetze negative „Was-wenn“-Gedanken durch Fragen wie „Welche Möglichkeiten gibt es?“ Suche weiter aktiv nach Gottes Handeln: Notiere Momente, in denen du kleine oder große Segnungen erlebt hast. Und umgib dich mit positivem Input: Geschichten, Menschen, Musik oder Bibelverse, die Hoffnung und Mut schenken. Denn die Herausforderung ist, dass unser Blick oft automatisch auf das Problem fällt – das ist menschlich. Aber genau wie Muskeln trainiert werden müssen, kann auch unser Sehen trainiert werden. Jeden Tag bewusst das Positive zu suchen, öffnet den Raum für Hoffnung, Kreativität und Gottes Wirken.

Stell dir vor, du betrittst deinen Tag wie David das Tal gegen Goliath: Du siehst nicht nur die Schwierigkeiten, du siehst Gottes Möglichkeiten. Du siehst nicht nur das Chaos, du siehst das Potenzial. Wenn du dich entscheidest, das Gute zu sehen, veränderst du deine Wahrnehmung – und dein Leben beginnt, sich in eine neue Richtung zu bewegen.

»Mein König!«, sagte David. »Lass dich von diesem Philister nicht einschüchtern! Ich werde mit ihm kämpfen.« »Unmöglich! Das kannst du nicht«, erwiderte Saul. »Du bist ja fast noch ein Kind, und er ist ein Mann, der von Jugend auf mit den Waffen umgeht!« »Mein König«, sagte David, »als ich die Schafe meines Vaters hütete, kam es vor, dass ein Löwe oder Bär sich ein Tier von der Herde holen wollte. Dann lief ich ihm nach, schlug auf ihn ein und rettete das Opfer aus seinem Rachen. Wenn er sich wehrte und mich angriff, packte ich ihn an der Mähne und schlug ihn tot. Mit Löwen und Bären bin ich fertiggeworden. Diesem unbeschnittenen Philister soll es nicht besser ergehen! Er wird dafür büßen, dass er das Heer des lebendigen Gottes verhöhnt hat! Der HERR hat mich vor den Krallen der Löwen und Bären geschützt, er wird mich auch vor diesem Philister beschützen!« 1. Samuel 17,32-37

EINE KLEINE TAT VERÄNDERT DIE WELT

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«All unsere kleinen Taten der Treue können vieles in Bewegung bringen und setzen. Ohne unsere Treue im Kleinen wäre das Grosse, die Wunder und all das Geniale, das Gott mit uns und anderen tut, nie möglich.»

Wenn wir an Glaubenshelden denken, kommen uns Paulus, Petrus, Mose, David oder Esther in den Sinn. Aber heute möchte ich dir jemanden vorstellen, der fast niemandem bekannt ist – und der dennoch eine entscheidende Rolle in der Kirchengeschichte spielte: Hananias.

Hananias taucht nur in wenigen Versen in Apostelgeschichte 9 auf. Kein berühmter Prediger, kein Leiter, kein Mann grosser Wunder. Einfach ein Jünger. Ein gläubiger Mann, der Gott liebte. Und genau ihn fordert Gott eines Tages heraus, für Saulus zu beten. Saulus, der die Christen verfolgte. Vor dem alle sich fürchteten. Zu genau dem sollte Hananias gehen und für ihn beten. Hananias geht und gehorcht Gott, obwohl er sich davor fürchtet. Dieser kleine Schritt des Gehorsams hatte unvorstellbare Folgen. Da Hananias für Saulus betete, wurde dieser gesund und konnte wieder sehen. Aus Saulus wurde Paulus. Paulus schrieb anschliessend einen Grossteil des Neuen Testamentes und gründete Kirchen in der damalig bekannten Welt. Paulus wurde zu einem der wichtigsten Personen in der Kirchengeschichte. Und das alles nur, weil ein unbekannter Mann Gott sein «JA» gab und sich gebrauchen liess.

Was will Gott uns damit sagen? Du musst nicht berühmt sein, um Geschichte zu schreiben. Du musst nicht perfekt sein. Du musst nur treu sein. Ein Gebet kann ein Leben verändern. Ein Anruf kann ein Herz heilen. Eine Einladung kann Ewigkeit schreiben. Ein kleines „Ja“ kann eine ganze Welt verändern. Darum, wenn Gott dir etwas aufs Herz legt – tu es. Vielleicht betest du für den nächsten Paulus. Vielleicht ermutigst du den nächsten Leiter. Vielleicht lädst du jemanden ein, der einmal Tausende erreichen wird. Denn Gott schreibt grosse Geschichten mit Menschen, die im Kleinen treu sind.

«Aber der Herr sagte: «Geh trotzdem zu ihm! Denn gerade ihn habe ich mir als Werkzeug ausgewählt, damit er meinem Namen in aller Welt bekannt macht – bei den nichtjüdischen Völkern und ihren Herrschern ebenso wie bei den Israeliten.» Apostelgeschicht 9,15

BLEIBE TREU IM KLEINEN

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«Es sind die kleinen und unspektakulären Entscheidungen, die Treue im Kleinen, die das grosse Wunder ins Leben rufen. Darum gebe ich jeden Tag von Neuem, mit dem, was ich habe und bin, mein Bestes.»

Es gibt Geschichten in der Bibel, die uns daran erinnern, dass Gottes Wunder ganz unscheinbar beginnen können. Eine dieser Geschichten ist die Speisung der 5000. Wir kennen die Hauptpersonen: Jesus, die Jünger und die hungrige Menschenmenge. Aber heute möchte ich dir jemanden vorstellen, der nie erwähnt wird und doch eine entscheidende Rolle spielte: die Mutter des Jungen, der fünf Brote und zwei Fische dabeihatte.

Ich stelle mir vor, wie der Junge am Morgen sagt: „Mama, ich gehe nur kurz an eine Veranstaltung – ich bin sicher gegen Mittag zurück.“ Doch wie Mamas eben sind, lässt sie ihn nicht einfach so gehen. „Warte, ich pack dir noch was Kleines ein.“ Ein paar Brote, etwas Fisch – ein simpler Lunch. Nichts Weltbewegendes. Und doch… genau damit startet eines der grössten Wunder, von dem wir in der Bibel lesen. Ich weiss, es steht nirgends geschrieben, dass es die Mutter war, die dem Jungen den Lunch mitgab. Reine Interpretation, aber irgendwie müssen ja die Fische und das Brot in seine Hände geraten sein. Darum, lasst uns annehmen, dass es seine Mutter war. Ein kleiner Akt der Treue. Ein ganz normaler Moment. Eine unauffällige Handlung. Doch in den Händen von Jesus wurde daraus Nahrung für Tausende.

Diese Geschichte, wie viele andere aus der Bibel, zeigt uns: Gott baut grosse Wunder auf kleinen Taten der Treue.

Viele Menschen leben genau so. Mütter und Väter, die jeden Tag früh aufstehen. Menschen, die treu arbeiten und ihr Bestes geben. Menschen, die den Tag mit einem Gebet starten und wiederum Andere, die bewusst freundlich sind, auch wenn niemand sie sieht.

Und so will und wird Gott unser Leben verändern. Nicht über Nacht. Sondern Schritt für Schritt. Nicht mit grossen Sprüngen. Sondern durch treue Alltagsmomente. Darum, bleib treu im Kleinen. Es könnte der Anfang eines grossen Wunders sein – vielleicht sogar eines, das Generationen prägt.

«… nahm Jesus die Brote, dankte Gott dafür und ließ sie unter die Menge austeilen. Mit den Fischen machte er es genauso, ´und jeder aß,` so viel er wollte. Als die Leute satt waren, sagte er zu seinen Jüngern: »Sammelt auf, was übrig geblieben ist, damit nichts verdirbt.« Die Jünger sammelten die Reste auf, die von den fünf Gerstenbroten übrig geblieben waren, nachdem alle davon gegessen hatten, und füllten zwölf Körbe damit.» Johanne 6,11-13

DER SCHMETTERLINGSEFFEKT

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«Gott arbeitet in unserem Leben im Kleinen sowie im Unscheinbaren. Und schon nur ein kleiner Schritt, ein einfaches Gebet, eine gute Tat, eine kleine Entscheidung, ein einfaches Ja zu Jesus oder ein Akt der Treue – dies kann so viel Unglaubliches auslösen, das weit über unser Heute und unsere Vorstellungen hinausgehen kann.»

Es gibt Bilder, die bleiben hängen. Eines davon ist der berühmte Schmetterlingseffekt: Ein winziger Flügelschlag in Brasilien – so sagt die Theorie – kann Wochen später einen Tornado in Texas auslösen. Natürlich rechnen Meteorologen nicht wirklich mit Schmetterlingen. Aber das Prinzip dahinter stimmt: Kleine Veränderungen haben in komplexen Systemen oft eine riesige Wirkung.

Genau so ist unser Leben mit Gott.

Wir wünschen uns oft grosse Durchbrüche, sichtbare Wunder, klare Zeichen. Doch Gott beginnt fast immer im Kleinen. In der unscheinbaren Entscheidung. Im leisen Gebet. In einem einfachen „Ja“ zu Jesus. In einer kleinen Treue, die niemand sieht – aber die in Gottes Händen unglaublich grosse Dinge lostreten kann.

Ich erinnere mich bis heute an den Moment, als ich als Kind mein Leben Jesus anvertraute. Ich war in meinem Kinderzimmer auf dem Teppichboden. Kein Donner, kein Blitz, kein Engel. Einfach ein kleiner Junge, der ein einfaches Gebet betet. Die Welt sah danach gleich aus – und doch war alles anders. Heute weiss ich: Ich wäre nicht da, wo ich heute bin, wenn ich dieses kleine, scheinbar unbedeutende „Ja für Jesus“ nicht ausgesprochen hätte.

Unsere kleinen Schritte der Treue sind wie der Flügelschlag eines Schmetterlings. Sie lösen Wellen der Gnade, des Segens und der Führung aus, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Das erlebe ich immer wieder. Vor Kurzem war ich auf dem Heimflug und betete im Voraus: „Gott, schenk du mir Gunst.“ Nichts Spektakuläres. Ein kleiner Satz. Aber genau ab dem Moment, als ich mich entschied, in dieser Haltung zu gehen, fügte sich alles wunderbar. Der richtige Bus, der richtige Weg, keine Schlange, keine Hektik. Klar, nichts Weltbewegendes – aber ein liebevolles Detail Gottes.

Es sind diese kleinen Entscheidungen, die eine grosse Wirkung entfalten: Das bewusste Gebet am Morgen. Das Loslassen negativer Gedanken. Eine freundliche Geste, ein Lächeln, ein „Heute will ich Gott vertrauen!“ Es ist nicht der grosse Knall, der unser Leben verändert. Es sind die vielen kleinen Schritte, die wir treu gehen – Tag für Tag. Und Gott baut daraus seine Geschichte für dein Leben. Bleib treu. Gerade im Kleinen. Gott macht Grosses daraus.

«Wer in den kleinsten Dingen treu ist, ist auch in den großen treu, und wer in den kleinsten Dingen nicht treu ist, ist auch in den großen nicht treu.» Lukas 16,10

MEHR ALS DU DENKST

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«Wenn Gott uns herausfordert zu gehen, etwas Mutiges zu wagen, weiterzugehen, dann hat er auch immer die Gnade und Kraft bereit, die wir brauchen, um erfolgreich unser nächstes Ziel im Leben zu erreichen.»

Wenn Gott uns ruft, fühlen wir uns selten bereit. Im Gegenteil, wir haben Angst, wir zweifeln, wir fragen uns: „Kann ich das überhaupt?“

Und genau in diesem Moment sagt Gott zu uns dasselbe, was er zu Gideon sagte:

„Der Herr ist mit dir, du tapferer Krieger!“

Was ist das Interessante an dieser Aussage? Gideon fühlte sich weder würdig oder fähig noch wie ein tapferer Krieger. Er war weder mutig noch hatte er das Zeug dazu, sein Volk in die Freiheit zu führen, wie es Gott von ihm verlangte und Kriege dafür zu führen. Das war eine Nummer zu gross für ihn. Aber Gott interessierte sich nicht, wie Gideon sich fühlte. Sondern Gott sieht das Potenzial. Und genau gleich ist es bei uns. Gott sieht nicht unser Versagen, unsere Zweifel, unsere Schwächen, unsere Unzulänglichkeiten oder unsere Begrenzungen. Gott sieht immer das. was noch in uns steckt. Gott sieht in Gideon den tapferen Krieger und in dir sieht er Träume, die noch wahr werden, Reden die gehalten werden, Menschen, die du noch begeistern kannst, Beziehungen, die noch entstehen oder Gaben, die freigesetzt werden. So vieles, das in uns schlummert und nur darauf wartet, freigesetzt zu werden. So sieht Gott uns und so spricht er uns auch an. Er spricht uns als sein Meisterwerk an, seine wertvollste Schöpfung.

Ich erinnere mich an meine erste Beerdigung. Ich wusste nicht, was ich tun musste. Ich wäre am liebsten umgekehrt. Aber ich wusste: Das ist mein Schritt. Und genau dort, in meinem Zittern, schenkte Gott mir einen Gärtner, der wie ein Engel neben mir stand und mir half, jeden einzelnen Moment durchzugehen. Das ist Gottes Art:

Wenn du gehst, gibt er dir alles, was du brauchst – manchmal sichtbar, manchmal unsichtbar.

Gottes Kraft kommt nicht, wenn du zögerst. Sie kommt, wenn du gehst. Darum ruft Gott dich heute neu: Geh mit meiner Kraft. Geh Schritt für Schritt. Geh trotz deiner Unsicherheit. Geh mutig – ich gehe voraus. Und wenn du gehst, wird dir seine Gnade folgen, wird dich seine Kraft tragen und sein Segen wird auf dich warten. Und auch du wirst all das Gute entdecken und sehen, was Gott in dein Leben hineingelegt hat.

Da zeigte sich ihm der Engel des HERRN und sagte: »Gott mit dir, du tapferer Krieger!« Richter 6,12

UNSERE STOLPERSTEINE IM GLAUBEN

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«Terach, der Vater von Abraham, wäre eigentlich dazu berufen gewesen, der Stammvater vom Volk Gottes zu werden. Doch er blieb unterwegs stehen. Darum, verpasse nicht den Segen und deine Bestimmung, nur weil du nicht mehr weitergehst in deinem Leben.»

Bevor Abraham nach Kanaan ging, war eigentlich sein Vater Terach unterwegs dorthin. Wir lesen in der Bibel, wie er den Ort Ur verliess, um nach Kanaan zu ziehen. Doch unterwegs lässt er sich in Haran nieder und statt weiterzuziehen, bleibt er dort stehen. Warum? Warum bleiben Menschen stehen, wenn Gott sie eigentlich weiterführen möchte? Anhand der Geschichte von Terrach, dem Vater von Abraham, sehen wir 3 Gründe, die auch uns ausbremsen können auf dem Weg zum Segen, auf dem Weg in unser gelobtes Land.

1. Persönlicher Schmerz

Man sagt, Terach blieb in Haran stehen, weil sein Sohn – der ebenfalls Haran hiess – gestorben war. Der Ort erinnerte ihn an seinen Verlust. Der Schmerz wurde zu seinem Stopp-Schild. So kann es auch uns ergehen. Eine zerbrochene Beziehung. Ungerechtigkeit. Ein Verlust, der uns den Atem nimmt. Menschen, die uns verletzt haben. Wenn wir den Schmerz nicht verarbeiten, bleibt unser Leben stehen. Wir bleiben stehen, obwohl die Verheissung vor uns liegt. Darum sagt Gott immer wieder zu uns:

„Vergib. Lass los. Heil dein Herz. Geh weiter.“

Nicht, weil Schmerz unwichtig wäre – sondern weil deine Zukunft zu kostbar ist, um im Gestern und im Schmerz stehen zu bleiben.

2. Bequemlichkeit & Teilzufriedenheit

Haran war ein blühendes Handelszentrum – sicher, komfortabel, attraktiv. Es war gut – aber nicht Gottes Bestes. Und genau hier liegt die Gefahr für uns: Das Gute ist oft der Feind des Besten. Viele Menschen starten mit brennender Leidenschaft für Gott – und bleiben irgendwann, irgendwo stehen; wo es einfach „gut genug“ ist. Bequemlichkeit ist nicht Sünde. Aber sie kann dich bremsen. Sie kann dich die Vision kosten, nämlich dann, wenn wir nicht mehr weitergehen und dort, wo wir sind und es uns gut geht, stehenbleiben.

3. Mangelnde Vision

Die Bibel erwähnt nicht, dass Gott zu Terach sprach wie zu Abraham. Vielleicht hörte Terach nicht hin. Vielleicht wollte er es nicht. Vielleicht hatte er seine Vision verloren. So ist es auch bei uns. Wenn wir Gott nicht suchen, nicht immer wieder unsere Vision erneuern lassen, dann stirbt sie früher oder später. Wir verlieren sie und somit verlieren wir auch unseren Antrieb. Darum müssen wir immer wieder unsere Vision erneuern und unsere Leidenschaft, für das was Gott mit uns tun will, neu entfachen. Wenn nicht, bleiben wir stehen und verpassen unser persönliches Kanaan. Wie Terach lassen wir uns nieder in unserem „Gut“ und leben neben unserem Besten vorbei.

«Terach nahm seinen Sohn Abram, seine Schwiegertochter Sarai und seinen Enkel Lot, das Kind seines Sohnes Haran, und verließ Ur in Chaldäa, um ins Land Kanaan zu ziehen. Als sie jedoch nach Haran kamen, ließen sie sich dort nieder. Terach lebte 205 Jahre und starb in Haran.» 1. Mose 11,31&32

ABRAHAM, GEH

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«Willst du dein gelobtes Land finden? Willst du dein bestes Leben leben? Willst du das Beste aus deinem Leben herausholen? Willst du all den Segen entdecken und ausleben, der auf dich wartet? Wenn ja, dann musst du gehen – auf das zu, wozu Gott dich ruft. »

Dies erlebte auch Abraham. Abraham war ein Mann, mit dem Gott seine Geschichte schrieb und durch ihn ein Erbe weit über sein Leben hinaus hinterliess. Doch wie beginnt seine Reise zum nächsten Segen und zur Verheissung Gottes? Indem Gott ihn ruft, zu gehen. Dass Altbekannte zu verlassen und auf das zuzugehen, was Gott für ihn vorbereitet hat. Abraham lebte in Haran. Gut versorgt, stabil, sicher, mit Familie, Besitz und allem, was man zum Leben braucht. Haran war kein schlechter Ort. Aber es war nicht der Ort, an dem Gottes Verheissung lag. Und eines Tages spricht Gott zu Abraham:

„Verlass deine Heimat. Verlass deine Sippe. Geh in ein Land, das ich dir zeigen werde.“

Gott zeigt ihm keine Karte. Keinen Plan. Keine Details. Nur eine Verheissung:

„Ich werde dich segnen… an dir wird sichtbar werden, was es bedeutet, wenn ich jemanden segne.“

Das Spannende ist: Der Segen kommt nach dem Gehorsam. Segen folgt auf unser Gehen und unser Vertrauen. Nicht vorher. So auch bei Abraham. Er musste seine Sicherheit loslassen, um etwas Grösseres zu empfangen. Er musste bereit sein, die Komfortzone zu verlassen, um Gottes Zone zu betreten. Und genauso funktioniert Glaube. Wir warten oft, bis wir alles verstehen. Bis alles klar ist. Bis alle Fragen beantwortet sind. Aber Gott sagt:

„Geh – dann wirst du sehen.“

Das ist das Geheimnis des Glaubens: Die Sicht kommt erst im Gehen. Abraham nimmt seine Frau, seinen Neffen, seinen Besitz – und geht los. Er wusste nicht, wohin. Aber er wusste, mit wem. Und das genügte.

Auch in unserem Leben wartet Gottes Segen nicht im Gestern, sondern im Vorwärtsgehen. Doch wenn du stehenbleibst, verpasst du die Verheissung. Verpasst du den Segen und dein gelobtes Land, dass Gott für dich vorbereitet hat. Denn wenn du gehst, beginnt Gott Türen zu öffnen, dir den Weg zu zeigen und führt dich zum nächsten Segen.

Gott ruft dich zu mehr: Mehr Vertrauen. Mehr Mut. Mehr Schritte. Mehr Segen. Und der Weg dorthin beginnt mit demselben Wort wie bei Abraham: Geh.

«Da sagte der HERR zu Abram: »Verlass deine Heimat, deine Sippe und die Familie deines Vaters und zieh in das Land, das ich dir zeigen werde! Ich will dich segnen und dich zum Stammvater eines mächtigen Volkes machen. Dein Name soll in aller Welt berühmt sein. An dir soll sichtbar werden, was es bedeutet, wenn ich jemand segne.» 1. Mose 12,1&2